Inklusion

Von 0 bis 18

Erläuterung:

Kinder und Jugendliche besitzen das Recht auf eine aktive und gleichberechtigte Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft. Dies gilt vor allem für Mädchen und Jungen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, für Kinder, die in Armut aufwachsen, sowie für Heranwachsende mit Migrationshintergrund. Alle sollen einen uneingeschränkten Zugang zu Bildung, Freizeit und Gemeinschaft haben. Sie sollen dafür die notwendige Unterstützung und Hilfe sowie eine angemessene Ausbildungsmöglichkeit erhalten.

Wenn also zum Beispiel der Rollstuhl von einem körperlich eingeschränkten Kind alt und kaputt ist, dann hat dieses Kind ein Recht auf einen funktionierenden Rollstuhl – andernfalls ist es ja nicht mehr in der Lage aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Falls die Eltern dies nicht bezahlen können, sollen sie finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten. Auch die Schul- und Ausbildung soll an die individuellen Fähigkeiten des Kindes angepasst werden, sodass ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft möglich ist.


Gesetzestext:

(1) Die Vertragsstaaten erkennen an, dass ein geistig oder körperlich behindertes Kind ein erfülltes und menschenwürdiges Leben unter Bedingungen führen soll, welche die Würde des Kindes wahren, seine Selbständigkeit fördern und seine aktive Teilnahme am Leben der Gemeinschaft erleichtern.

(2) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des behinderten Kindes auf besondere Betreuung an und treten dafür ein und stellen sicher, dass dem behinderten Kind und den für seine Betreuung Verantwortlichen im Rahmen der verfügbaren Mittel auf Antrag die Unterstützung zuteilwird, die dem Zustand des Kindes sowie den Lebensumständen der Eltern oder anderer Personen, die das Kind betreuen, angemessen ist.


Quelle:

UN Kinderrechtskonvention - Artikel 23: Förderung behinderter Kinder (Auszug)